Theropoden

Tyrannosaurus Rex
Tyrannosaurus Rex

Die Stammbäume der „Raubtierfuß-Dinosaurier“ sind fast so unterschiedlich wie es Dinosaurierbücher gibt. Das ist verständlich wenn man bedenkt, dass es viel weniger Funde von Theropoden als von anderen Sauriern gibt, und so wirft mancher neue Fund bisherige Stammbäume wieder durcheinander.

Gehen wir mal von vier Gruppen aus: Ceratosauria, Tetanurae, Ornithomimosauria und Maniraptora.

In der Trias tauchten die ersten Raubsaurier auf, Eoraptor und Herrerasaurus. Auf diese ganz frühen Theropoden passt die bestehende Ordnung nicht. Zudem gibt es nur wenig Funde aus dieser Zeit. Ebenfalls in der Trias lebten Coelophysis und sein Verwandter Procompsognatus.

Ceratosauria

Im Jura kamen die  Ceratosaurier,  auch sie gelten als recht urtümlich Dinosaurier.  In der frühen Kreidezeit verschwanden sie von den nördlichen Kontinenten breiteten sich südlich nach Gondwana aus.  Zu den Neoceratosauria gehören große Fleischfresser  wie Abelisaurus und Carnotaurus.

Tetanurae

Die nächste Gruppe sind die Tetanurae. Alle diese Tiere hatten einen Schwanz, der durch verknöcherte Sehnen besonders stabil war; so konnten sie beim Lauf auf den Hinterbeinen gut balancieren.

Da waren die Megalosauridae aus dem Jura, unter ihnen Dilophosaurus und Megalosaurus. Aus den Megalosauridae haben sich wahrscheinlich Spinosauridae entwickelt. Sie hatten einen großen Rückenkamm, stumpfe Zähne und Reißkrallen.  Spinosaurus und Suchomimus lebten im damals tropisch grünem Afrika, Baryonyx in Europa,

Dann die Carnosaurier, gewaltige Tiere mit schwerem Knochenbau. Zu ihnen gehören die Allosauridae um den Namensgeber Allosaurus, der im Oberjura weit verbreitet war. Auf sie folgten in der Unterkreide die Carcharontosauridae, unter ihnen Giganotosaurus und Carcharadontosaurus.

Die Coelurosauria waren kleiner und leichter gebaute Tiere; ihr Name bezieht sich auf die dünnwandigen Hohlknochen, aus denen der größte Teil ihres Skelettes bestand. Unter allen Dinosauriern stehen sie den Vögeln am nächsten.

Zu den Coelurosauria gehören u.a. die Coeluriden, flinke Räuber wie Ornitholestes, sie erlebten ihre Blütezeit vom Oberjura bis zur Unterkreide. Dann die Compsognathidae, Compsognathus aus Europa und auch Sinosauropteryx aus China, die wissenschaftliche Sensation von 1996.

Coelurosaurier sind auch die Therizinosauridae um Therizinosaurus, den Dinosaurier mit den längsten Krallen überhaupt, und die Abetheropoda. Schließlich, man mag es kaum glauben, auch die gewaltigen Tyrannosauriden um Tyrannosaurus Rex, Albertosaurus, und ihre Verwandten.

Ornithomimosauria

Die Ornithomimosauria sind  zweibeinige laufende Dinosaurier, die in vielem an heutige Laufvögel wie den Strauß erinnern: Struthiomimus, Gallimimus und der Namensgeber Ornithomimus. Zu ihnen gehört auch Deinocheirus, von dem man bisher nur über 2 m lange Arme mit gewaltigen Klauen fand.

Maniraptora

Vom Körperbau her gesehen sind die Maniraptora („Handräuber“) der Dinosaurierzeit auch  Coelurosaurier, und zwar kleine und mittelgroße Tiere, mit dem im vergleich zur Körpergröße größten Gehirn. Daher gelten sie als besonders intelligente, flinke Räuber. Der Name bezieht sich auf einen halbmondförmig gestalteten Knochen im Handgelenk aus, der ihre Hände beweglicher machte.

Zu Gruppe der Maniraptora gehören auch die Vögel (Aves). Das macht Sinn, denn die Maniraptora der Dinosaurierzeit gelten als die unmittelbaren Vorfahren der Vögel. Viele von ihnen – manche Wissenschaftler sagen, alle – waren gefiedert.

Zu den Maniraptora gehören u.a. die Oviraptorsauria um Oviraptor aus der Mongolei, die Troodontidae um  Troodon aus Nordamerika, und die Dromaeosauridae  um  Deinonychus, Dromaeosaurus, Utahraptor und Velociraptor. Sie lebten zur Kreidezeit in Nordamerika und Asien.

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