Tertiär (vor 65-2,6 MioJ)

Moderne Wissenschaftler verwenden den Begriff Tertiär nicht mehr, sie sprechen dafür vom Paläogen („Alt-Tertiär“, Paläozän, Eozän, Oligozän) und dem Neogen („Jung-Tertiär“, Miozän, Pliozän).

Die Erde nahm langsam die Form an, die wir heute kennen.

Zu Beginn des Tertiärs, im Paläozän (vor 65-54,8 Millionen Jahren) war das Klima  weltweit heiß und feucht; Urwälder bedeckten die Erde. Kleine Säugetiere verloren sich fast in den riesigen Sümpfen und Regenwäldern. Australien, Südamerika und die Antarktis waren noch verbunden, Afrika und Indien waren bereits isoliert. Auch Nordamerika, Grönland, Europa und Asien waren noch verbunden, und über Beringstraße gab es auch einen Landweg von Ostasien nach Nordamerika.

Auch im anschließenden Eozän (vor 54,8-33,7 Millionen Jahren) herrschte ein warmes, feuchtes Klima mit vielen subtropischen Wäldern; auch die Antarktis und Grönland waren eisfrei. Vor 50-55 Millionen Jahren prallte dann Indien auf Asien, durch die Kollision dieser gewaltigen Landmassen entstanden das Hochland von Tibet und der Himalaya. Grönland und Europa drifteten auseinander, doch noch immer gab es einen Landweg zwischen Eurasien, Grönland und Nordamerika. Die Iberische Halbinsel und Italien trafen auf Europa, bei der Kollision mit Südfrankreich wurden die Pyrenäen aufgefaltet.

Zu Beginn des Oligozäns (vor 33,7-23,8 Millionen Jahren) entstanden neue Meeresarme. Die Antarktis trennte sich vollständig von Südamerika und Afrika, ein Seeweg zwischen Grönland und Norwegen entstand. Erstmals konnte sich nun der zirkumpolare Meeresstrom bilden. Die Antarktis vereiste wieder, der Meeresspiegel sank, neue Landverbindungen entstanden und es wurde deutlich kühler und trockener. Die riesigen Urwälder verschwanden, dafür breitete sich Grasland aus .. und mit ihm die Gras futternden Tiere, unter ihnen Bronthotherium, das gewaltige „Donnertier“ aus den nordamerikanischen Badlands, dem Gebiet der Sioux-Indianer. Ja, und im Oligozän und Miozän entstand mein Zuhause, das Siebengebirge im Rheinland.

Im Miozän (vor 23,8-5,3 Millionen Jahren) breitete sich das dichte Grasland immer mehr aus und bedeckte während des Miozäns und des anschließenden Pliozäns (vor 5,3-2,6 Millionen Jahren) fast die ganze Erde, in Afrika entstanden ausgedehnte Savannenlandschaften. Die Welt des Pliozäns  war der heutigen schon sehr ähnlich, und Nord- und Südamerika war nun durch eine Landbrücke, das heutige Zentralamerika, verbunden. Nun kam es auch hier zu einem Austausch der Tierwelt.

Die letzten Kapitel der Erdgeschichte sind zugleich die ersten in der Geschichte der Menschen: Am Ende des Miozäns tauchte der erste Hominide auf. Dann, im Pliozän, der Homo habilis und der Homo erectus.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*