Oberkreide

Giganotosaurus
Giganotosaurus (Gigantische Südliche Echse)

Die neue, artenreiche Pflanzenwelt mit Laubbäumen und Blüten gab der Entwicklung neuer Arten einen ungeheuren Schub. Ceratopsier, Pachycephalosaurier, Hadrosausier und Tyrannosaurier.

Die Kontinente

Zu Beginn der Oberkreide hatte sich Australien von Antarctica gelöst, das nun isoliert war. Auch Madagaskar war nun eine Insel, und Indien driftete weiter nach Nordosten. Es gab nur noch wenige Landbrücken, doch eine davon muss Asien mit Nordamerika verbunden haben, denn es gab Tyrannosauriden in Nordamerika und Asien, und die Ceratopsier kamen aus Asien nach Nordamerika. Am Ende der Kreide sank der Meeresspiegel. Große Gebirge entstanden, unter ihnen die Rocky Mountains. Das Flachmeer in Nordamerika ging zurück, und zwischen Ufer und Rocky Mountains lebten viele Dinosaurier.

Die Dinosaurier

Sauropoden

Die letzte Sauropoden-Familie waren die Titanosauriden wie Saltasaurus, Alamosaurus, Titanosaurus und Supersaurus. Sie lebten auf der ganzen Welt, vor allem aber in Südamerika, dort erlebten sie eine Blütezeit bis zum Ende der Kreide. Einige von ihnen – z.B. der Saltasaurus – entwickelten Rückenpanzer, anderen sahen mit ihren Stacheln recht wild aus. Ihr Name ist freilich irreführend, denn im Vergleich zur riesigen Verwandtschaft aus dem Jura waren sie mit ca. 12 m im Durchschnitt beinahe klein. Auch hatten sie massive, nicht ausgehöhlte Wirbelknochen.

Theropoden

Bei den Theropoden  treffen wir den wohl populärsten Dinosaurier, den Tyrannosaurus Rex, sowie Albertosaurus, Tarbosaurus alias Tyrannosaurus bataar, Alioramus andere riesige Tiere. Dann die Ornithomimiden, die Vogelnachahmer, die in vielem an große Laufvögel wie den Strauß erinnern, und Raptoren wie  Oviraptor, Utahraptor und Velociraptor.

Ornithopoden

Bei den Ornithopoden erschienen große Hadrosaurier mit Entenschnäbeln und ganz unterschiedlichen Kopfformen, unter ihnen Hadrosaurus, Maiasaura, Edmontosaurus, Lambeosaurus, Tsintaosaurus, Corythosaurus, Saurolophus und Parasaurolophus.

Thyreophora

Bei den Thyreophora treffen wir Nodosaurier und den Sauropelta und die schwer gepanzerten Ankylosaurier. Ihre Köpfe, Rücken und Schwänze waren mit Knochenplatten bedeckt. Zudem hatten sie Schwanzende eine schwere „Keule“ aus Knochen. Wenn sie bedroht wurden, duckten sie sich und schwangen ihre Keule gegen den Angreifer. Zu ihnen gehörten Euoplocephalus und Ankylosaurus in Nordamerika,  Saichania in der Mongolei und viele mehr.

Marginocephalia

Neu hinzu kommt die Gattung der Marginocephalia. Alle Tiere dieser Ordnung hatten einen auffällig geformten Schädel: seien es Hörner auf Stirn oder Schnauze wie die Ceratopsier, oder eine ganz dicke Schädeldecke wie die Pachycephalosaurier. Zu den  Pachycephalosaurier, den „Dickkopfsauriern“. gehörten u.a.  Pachycephalosaurus, der Namensgeber, und seine Verwandten Prenocephale, Stegoceras und Stygimoloch. Die Ceratopsier, die „Horngesichter“ trugen einen knöchernen Nackenschild und mächtige Hörner an Stirn und auf der Nase.

Von ihrem „Urvater“ Psittacosaurus aus der Unteren Kreide einmal abgesehen, traten sie erst am Ende der Kreide auf und liefen auf vier Beinen. Protoceratops und seine Familie waren frühe Horndinosaurier, bei denen die Hörner und Nackenschilder noch nicht so ausgeprägt waren. Die großen Ceratopsier wurden nur in Nordamerika gefunden, unter ihnen Chasmosaurus, Anchiceratops, Pachyrhinosaurus, Centrosaurus, Styracosaurus, Pentaceratops, Torosaurus und natürlich Triceratops.

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