
Edaphosaurus (Pflasterechse) war kein Dinosaurier; er lebte lange vor der Dinosaurier-Zeit, und doch ist ein Dino-Buch ohne ihn und seinen Verwandten Dimetrodon kaum vorstellbar. Beide waren Pelicosaurier, "Segel-Saurier", und gehörten zu den Synapsiden, jenen säugetierähnlichen Reptilien, aus denen sich die Säugetiere entwickelten. Edaphosaurus hatte ein blattförmiges "Rückensegel" aus Haut und Fleisch, das durch bis zu 1 m lange Wirbelfortsätze mit Querverstrebungen gestützt wurde. Anders als Dimetrodon war Edaphosaurus ein Pflanzenfresser. Dimetrodon (Zwei Zahnformen) hatte ein halbkreisförmiges "Rückensegel" aus Haut und Fleisch, das durch bis zu 1 m lange Wirbelfortsätze gestützt wurde. Den Namen verdankt er seinem in der Tat beeindruckenden Gebiss.
Im Karbon war ein neuer Superkontinent entstanden: Pangäa. Er war im Westen vom Panthalassischen Ozean, im Osten von der Paleo-Thetys-See umgeben. Pangäa schob sich langsam nach Norden, bis sich schließlich kein Land mehr an den Polen befand.
Wie das Obere Karbon war auch das Perm war eine Zeit extremer Gegensätze.
Die südlichen Regionen Gondwanas waren vereist, und der Meeresspiegel war sehr tief. Im nördlichen Teil ging das feucht-warme Klima des Karbons zu Ende, dafür wurde es heiß und trocken. Flüsse, Flachmeere und Meeresbecken trockneten aus und immer Regionen wurden zu Wüsten. So blieben den Amphibien nur noch wenige Feuchtgebiete, dafür brach die Zeit der Reptilien an. Im Gegensatz zu Amphibien können sie auch in heißen und trockenen Gegenden leben.
Deutschland lag zu jener Zeit im Hitze- und Trockengürtel in der Nähe des Äquators. Hier heißt das Untere Perm (vor 290-256 Millionen Jahren) wegen der auffällig roten Farbe der verwitternden Gesteine auch "Rotliegendes". Im Oberen Perm (vor 256 – 248 Mio. Jahren), in Deutschland auch "Zechstein" genannt, schmolzen die Eisdecken in Gondwana und der Meeresspiegel stieg wieder. Doch die großen Gegensätze blieben: in der Südhälfte Pangäas war es kühl und feucht, hier wuchsen Glossopteris, in der Nordhälfte heiß und trocken; hier wuchsen frühe Nadelbäume. Meerwasser überflutete weite Teile des Festlandes. Dadurch entstanden Flachseen mit hoch konzentrierten Salzlösungen. Unter der starken Sonneneinstrahlung verdampfte das Meerwasser allmählich, und Salzschichten lagerten sich am Boden ab.
Am Ende des Perms geschah eine Katastrophe: ca. 75% der Landtiere und sogar ca. 95% der Meerestiere starben aus. Es war das größte Massenaussterben in der Erdgeschichte. Der Superkontinent Pangäa war instabil, es kam zu vielen Vulkanausbrüchen. Am Ende des Perms, vor ca. 250 Millionen Jahren, stieg ein gewaltiger Mantelplume aus dem Erdinneren auf und breitete sich unter der Erdkruste aus. Es kam zu verheerenden Vulkanausbrüchen, die das Leben in weiten Regionen der damaligen Welt vernichteten. Bei Norilsk im heutigen Sibirien sieht man die bis zu 3 km dicke Lava-Ablagerungen aus jener Zeit. Schlimmer noch, durch die Vulkanausbrüche gelangten große Mengen Staub, Kohlendioxid, Schwefeldioxid, Wasserdampf und Gase in die Atmosphäre. Die Sonnenstrahlen gelangten kaum mehr durch Staubschicht, die Erde verdunkelte, kühlte ab, und für lange Zeit wuchs kaum etwas. Das Schwefeldioxid in der Luft reagierte mit dem Wasser, dabei entstand Schwefelsäure, daraus wiederum saurer Regen. Die Gase in der Luft und in den Ozeanen veränderten das Klima nachhaltig. Für lange Zeit war die Erde wieder eine lebensfeindliche Umgebung geworden.
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