
Die Welt des Ordoviziums war eine Wasserwelt. Im anfangs milden, feuchtwarmen Klima schmolzen die Eisdecken des späten Kambriums und die Küsten wurden überflutet. Ein riesiger Ozean, der Panthalassische Ozean, bedeckte fast die gesamte nördliche Halbkugel.
Der größte Teil des Festlandes gehörte zum Ur-Südkontinent Gondwana. Andere, kleinere Kontinente waren Laurentia (Nordamerika), Avalonia (der Südteil der Britischen Inseln), Sibiria und Baltica (Nordeuropa und Teile Mitteleuropas). Beim Aufeinandertreffen von Laurentia und Avalonia entstanden die Blue Ridge Mountains im heutigen Virginia (USA)*. Durch das Ordovizium hindurch driftete Gondwana zum Südpol und weite Regionen waren überflutet.
So entwickelte sich vor allem die Tierwelt: Neben Seesternen, Schwämmen, Muscheln, Schnecken und Krebsen lebten Tiere, die uns heute wenig vertraut sind: kieferlose Fische, Trilobiten, Kopffüßler (Cephalopoden), Armfüßer (Schalentiere, Brachiopoden) und Graptoliten, ganz merkwürdige kleine Wesen.
Zum Ende des Ordoviziums herrschte kam wieder eine Eiszeit, weite Teile von Gondwana waren mit Eis bedeckt. Es war eine der kältesten Zeiten der Erdgeschichte überhaupt. Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass am Ende des Ordoviziums sehr viele Tierarten ausstarben.
* die John Denver in "Take me home, country roads" besungen hat
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