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Obere Kreide (vor 99-65 Millionen Jahren)

Zu Beginn der Oberen Kreide (vor 99-65 Millionen Jahren)  waren weite Regionen überflutet. Australien hatte sich von Antarctica gelöst, das nun isoliert war; auch Madagaskar war nun eine Insel, und Indien driftete weiter nach Nordosten. Es gab nur noch wenige Landbrücken, doch eine davon muss Asien mit Nordamerika verbunden haben, denn es gab Tyrannosauriden in Nordamerika und Asien, und die Ceratopsier kamen aus Asien nach Nordamerika.

Überall erschienen neue Arten und die  neue, artenreiche Pflanzenwelt mit Laubbäumen und Blüten gab der Entwicklung neuer Dinosaurierarten einen ungeheuren Schub. Gewaltige Tyrannosauriden streiften durch Nordamerika und Asien; die Ceratopsier kamen aus Asien nach Nordamerika und wurden dort zu einer großen und bedeutenden Gruppe. Überall erschienen neue Arten: Entenschnabel-Dinosaurier, Dickkopfsaurier, Sauropoden mit Rückenpanzer und Stacheln sowie Dinosaurier mit einem Panzer oder Hörnern.

Wichtige Fundstellen in Nordamerika sind die Judith-River-Ablagerung, Südalberta in Kanada und Hell Creek in Montana, in Asien die "Flaming Cliffs", Djadochta Formation in der Mongolei und China.  

Nordamerika Alamosaurus  Albertosaurus   Anchiceratops  Ankylosaurus  Centrosaurus  Chasmosaurus   Corythosaurus  Daspletosaurus   Edmontonia  Edmontosaurus  Euoplocephalus  Hadrosaurus  Lambeosaurus  Leptoceratops   Maiasaura   Ornithomimus  Pachycephalosaurus  Pachyrhinosaurus   Panoplosaurus   Parasaurolophus  Pentaceratops  Saurolophus  Sauropelta  Stegoceras  Stygimoloch   Styracosaurus  Torosaurus  Triceratops  Troodon  Tyrannosaurus Rex
Asien Alioramus  Gallimimus   Homocephale  Oviraptor  Prenocephale  Protoceratops  Saurolophus   Saichania  Tsintaosaurus  Velociraptor
Südamerika Argentinosaurus  Saltasaurus

Am Ende der Kreide sank der Meeresspiegel. Große Gebirge entstanden, unter ihnen die Rocky Mountains. Das Flachmeer in Nordamerika ging zurück, und zwischen Ufer und Rocky Mountains lebten viele Dinosaurier.

Nach der Blüte der Dinosaurier in der Unteren und vor allem der Oberen Kreide ging die Artenvielfalt in den letzten Millionen Jahren der Kreide zurück. Das zeigt ein Vergleich zweier bekannter Fundstellen in Nordamerika, der Judith-River-Ablagerung in Südalberta (75 Millionen Jahre alt) und der Hell Creek in Montana (65 Millionen Jahre alt).  Viele andere waren verschwunden, so die meisten der Sauropoden, die meisten Ornithomimiden und Dromaeosaurier wie Velociraptor.

Das Ende der Kreidezeit brachte dramatische Veränderungen: In gewaltigen, lang anhaltenden Vulkanausbrüchen strömten Lava und Dampf aus; das Hochland von Dekkan in Indien entstand. Dabei stiegen große Mengen giftiger Gase (Kohlendioxyd) in die Atmosphäre. Beide Faktoren führten zu drastischen Klimaänderungen, und das wiederum veränderte die Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen. Vielen Beiträge sprechen von einem "Inferno zum Ende der Kreidezeit".


Bild- und Quellennachweis

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